Gerhard Diehl

20. Juni 1902, Berlin – 22. Januar 1938
Gerhard Diehl

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Gerhard Diehl

Bundesarchiv R 3017/31055

Gerhard Diehl absolviert bei einem Berliner Unter­nehmen bis 1919 eine Ausbildung zum Elektrotechniker. Anschließend arbeitet er bei mehreren Firmen, bis er 1929 eine Beschäftigung bei der deutsch-russischen Gesellschaft Derop erhält. Nach einiger Zeit wird er dort Abteilungsleiter. Nachdem er im Sommer 1933 entlassen wird, arbeitet er als Rohrleger.
Diehl, der sich nach seiner Lehrzeit der Sozialistischen Arbeiter-Jugend und dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold anschließt, wird wegen seiner oppositionellen Haltung aus beiden Organisationen ausgeschlossen und tritt 1927 in den Roten Frontkämpferbund und die KPD ein. Ab 1929 gehört Diehl dem Abwehrapparat der KPD an, 1932 wechselt er in das Ressort Betriebsspionage und arbeitet auch nach 1933 für die Abteilung „Betriebs­berichterstattung“ des Geheimapparates der KPD weiter.
Gerhard Diehl wird am 24. Juni 1935 festgenommen, am 10. März 1937 vom „Volksge­richtshof” wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat in Tateinheit mit Verrat militärischer Geheimnisse” zum Tode verurteilt und am 22. Januar 1938 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Gerhard Diehl

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Gerhard Diehl und andere, 10. März 1937

Bundesarchiv R 3017/31045

Stellungnahme der Gestapo im Gnadenverfahren von Felix Bobek und Gerhard Diehl, 14. Juni 1937

Bundesarchiv R 3017/31047

Ablehnung eines Gnadenerweises für Gerhard Diehl durch Adolf Hitler, 12. Januar 1938

Bundesarchiv R 3017/31047

Protokoll der Hinrichtung von Gerhard Diehl, 22. Januar 1938

Bundesarchiv R 3017/31047

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