Josef Dienelt


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Dienelt, 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351
Im Herbst 1941 lehnt Dienelt den Anwerbungsversuch eines Bekannten für die 1938 verbotene Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (Komunistická strana Československa, kurz: KSČ) noch ab. Er betätigt sich jedoch ab Januar 1942 als Kurier für kommunistische Flugschriften zwischen verschiedenen KSČ-Funktionären. Im März 1942 wird er von seinem Kollegen für eine an sei­ner Arbeitsstätte operierende Betriebszelle der KSČ geworben, entrichtet Mitgliedsbeiträge für die Unter­stützung von Familien Inhaftierter und erhält mehrmals verbotene Druckerzeugnisse.
Der Arbeiter wird am 2. März 1943 festgenommen und am 18. Mai 1943 zusammen mit sieben seiner Kollegen vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorberei­tung eines hochverräterischen Unternehmens und zu­gleich wegen Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt.
Josef Dienelt wird am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Dienelt und weitere Angeklagte vom 18. Mai 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351
Arbeitszeugnis der Prager Baufirma Dr. K. Skorkovský für Josef Dienelt vom 8. Juni 1943
Bundesarchiv R 3017/12538
Ablehnung des Gnadenerweises durch den Reichsminister der Justiz für Josef Dienelt und weitere in dem Fall Verurteilte vom 2. September 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351
Sterbeurkunde von Josef Dienelt vom 9. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung















