Zbyněk Dienstbier
Im Oktober 1940 kommt Dienstbier der Bitte eines Kol­legen nach, für dessen von der Gestapo gesuchten Be­kannten einen falschen Ausweis zu erstellen. Zwischen Dezember 1940 und Februar 1941 stellt er weitere ge­fälschte Papiere für Mitglieder des Widerstandsnetzwerks um den Piloten Vladislav Bobák her. Bobák baut für den sowjetischen Geheimdienst eine Spio­nageorganisation in Prag und Brünn auf und lässt durch angeworbene Män­ner und Frauen hauptsächlich die Stärke und Ausrüstung der einzelnen militärischen Einheiten im „Protektorat” auskundschaften.
Zbyněk Dienstbier wird im April 1941 festgenommen, vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” am 27. November 1942 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 3. Mai 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Zbyněk Dienstbier vom 31. Juli 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-468-6
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Zbyněk Dienstbier vom 27. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-468-6
Gnadengesuch von Blanka Dienstbier für ihren Vater Zbyněk Dienstbier vom 18. März 1943
Bundesarchiv R 3017/37499
Gnadengesuch von Anna Dienstbier für ihren Sohn Zbyněk Dienstbier vom 22. März 1943
Bundesarchiv R 3017/37499





































































