André Dupuis

21. Dezember 1921, Rouen – 6. August 1944
André Dupuis arbeitet nach der Volksschule in einer Spinnerei in Rouen und dient nach der Besetzung durch die Wehr­macht 1942 vier Monate als Kraft­fahrer in einer Luftab­wehr­batterie der Marine­komman­dantur in Toulon.
Im Februar 1943 wird er zur Arbeit in den Flug­zeug­reparatur-Werk­stätten in Braun­schweig zwangs­verpflichtet und lebt mit anderen fran­zösischen „Zivil­arbeitern” in einem Lager. Gemein­sam beschließen sie, sich der Zwangs­arbeit in der deutschen Rüstungs­industrie zu entziehen. Wegen „Arbeits­vertrags­bruchs” wird André Dupuis im Juli 1943 von der Gestapo in „Schutz­haft” genommen und drei Wochen in einem Arbeits­erziehungs­lager interniert.
Er wird am 18. September 1943 erneut festge­nommen, am 23. Mai 1944 von Braun­schweig in das Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see über­führt und am 8. Juni 1944 vom 4. Senat des „Volks­gerichtshofs” mit vier anderen jungen Franzosen wegen „Landes­verrats” zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.
André Dupuis stirbt am 6. August 1944 im Strafge­fängnis Plötzen­see während der Haft .

Dokumente

Gefangenenkarte von André Dupuis

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen André Dupuis und weitere Personen vom 26. Oktober 1943

Bundesarchiv R 3017/17887

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen André Dupuis und weitere Personen vom 8. Juni 1944

Bundesarchiv R 3017/17887

Sterbeurkunde von André Dupuis vom 7. August 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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