Adolf Dvořák

12. August 1909, Triebschitz (Třebušice) – 29. März 1943
Adolf Dvořák

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Adolf Dvořák, 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-515-4

Der Baggerfahrer Adolf Dvořák lebt mit seiner Familie im grenz­nahen Brüx (Most). 1937 wird er Mitglied der refor­mis­tischen Tschecho­slowa­kischen Sozialis­tischen Partei (ČSNS) von Edvard Beneš.
Im Oktober 1938 wird Most als Teil des tsche­choslo­wakischen Sudeten­gebiets durch das Deutsche Reich annektiert. Nach der Beset­zung der verbliebenen böh­mischen Gebiete durch die Wehr­macht im März 1939 gründet Adolf Dvořák im Sommer 1940 im Stadt­teil Ervěnice (Seestadtl) eine Orts­gruppe der seit Okto­ber 1938 verbotenen Kommu­nis­tischen Partei (KPČ). Als Gebiets­leiter wirbt er neue Mitglieder, hält Kontakt zur Zen­trale in Prag und führt Spen­densamm­lungen nach Art der Roten Hilfe für die Hinter­blie­benen von festgenom­menen Partei­mitgliedern durch.
Er wird am 14. Januar 1942 festge­,nommen und zusam­men mit Herta Lindner und vier weiteren Ange­klagten am 23. Oktober 1942 vom „Volks­gerichts­hof” wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verur­teilt.
Adolf Dvořák wird am 29. März 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Adolf Dvořák

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Franz Müller und andere vom 3. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-516-1

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Franz Müller und andere vom 23. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-516-1

Bekanntmachung der Hinrichtung von Adolf Dvořák und anderen, 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-515-3

Sterbeurkunde von Adolf Dvořák vom 30. März 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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