Adolf Dvořák


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Adolf Dvořák, 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-515-4
Im Oktober 1938 wird Most als Teil des tschechoslowakischen Sudetengebiets durch das Deutsche Reich annektiert. Nach der Besetzung der verbliebenen böhmischen Gebiete durch die Wehrmacht im März 1939 gründet Adolf Dvořák im Sommer 1940 im Stadtteil Ervěnice (Seestadtl) eine Ortsgruppe der seit Oktober 1938 verbotenen Kommunistischen Partei (KPČ). Als Gebietsleiter wirbt er neue Mitglieder, hält Kontakt zur Zentrale in Prag und führt Spendensammlungen nach Art der Roten Hilfe für die Hinterbliebenen von festgenommenen Parteimitgliedern durch.
Er wird am 14. Januar 1942 festge­,nommen und zusammen mit Herta Lindner und vier weiteren Angeklagten am 23. Oktober 1942 vom „Volksgerichtshof” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt.
Adolf Dvořák wird am 29. März 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Adolf Dvořák
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Franz Müller und andere vom 3. September 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-516-1
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Franz Müller und andere vom 23. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-516-1
Bekanntmachung der Hinrichtung von Adolf Dvořák und anderen, 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-515-3
Sterbeurkunde von Adolf Dvořák vom 30. März 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung


































