Antonín Dvořák

13. Mai 1907, Prag – 3. November 1942
Antonín Dvořák

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Antonín Dvořák, 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-419-14

Der Sohn eines Tischlers ist seit 1927 bei der Bezirks­kranken­kasse in Prag beschäftigt. Er ist Mit­glied der Tschecho­slowa­kischen Sozial­demo­kra­tischen Partei (SPČ).
Als Antonín Dvorák nach der Besetzung der böhmisch­en Länder durch die Wehrmacht vom Eisen­bahn­werkmeister František Kožnar von der von Ctibor Träger in Zusam­menarbeit mit der Militärorganisation Obrana Národa (ON – Ver­teidigung der Nation) organisierten Flucht­route ins Ausland erfährt, führt er Kožnar einen Bekannten zu, der das „Protek­torat Böhmen und Mähren” verlassen will. Als Ctibor Träger schließ­lich im Früh­jahr 1940 unter­tauchen muss, beschafft er ihm eine Unterkunft.
Am 17. Februar 1941 wird er festge­nommen. Der „Volks­gerichts­hof” verurteilt ihn am 16. Juni 1942 wegen „Feind­­begüns­tigung und Vor­be­reitung zum Hoch­verrat” mit František Kožnar, Ctibor Träger sowie weiteren neun Ange­klagten zum Tode. Alle werden am 3. No­vember 1942 im Straf­gefängnis Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Antonín Dvořák

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichts­hofs” gegen Ctibor Träger und andere vom 16. Juni 1942

Bundesarchiv R 3001/144639

Gnadengesuch von Antonín Dvořák mit Übersetzung, 9. Juli 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-419-14

Bekanntmachung der Hinrichtung von Antonín Dvořák und anderen, plakatiert 1942 in Prag und Pilsen

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-419-1

Sterbeurkunde von Antonín Dvořák vom 4. November 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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