Heinz Eggert

2. August 1916, Berlin – 20. Oktober 1942
Heinz Eggert

Erkennungsdienstliches Foto von Heinz Eggert

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1486/3

Heinz Eggert arbeitet nach der Schul­entlas­sung zunächst als Bote. Zwischen seinem 15. und 19. Lebens­jahr ist er in Für­sorge­erziehung. Anschlie­ßend ist er als Gelegenheits­arbeiter auf dem Bau oder in der Land­wirtschaft tätig. Wegen verschie­dener Eigentums­delikte wird er zu Gefängnis- und Zucht­haus­strafen verurteilt.
Während seiner Haft im Zucht­haus Branden­burg lernt er Ewald Mrozek kennen, mit dem er aus einer Außen­stelle des Zucht­hauses, bei der beide als land­wirt­schaftliche Arbeiter einge­setzt sind, am 27. Februar 1942 flieht. Während sie sich nach Berlin durch­schlagen, brechen die beiden Männer in Garten­lauben und Wochen­end­häuser ein, um dort zu über­nachen und stehlen Kleidung und Lebens­mittel. Nach seiner Rück­kehr nach Berlin versucht der mittel­lose Heinz Eggert, sich durch Einbrüche Geld zu beschaffen. Er wird schließlich am 19. März 1942 festge­nommen.
Gemeinsam mit Ewald Mrozek wird er vom Sonder­gericht V beim Land­gericht Berlin am 3. September 1942 als „gefähr­licher Gewohn­heitsver­brecher” und wegen Verstoßes gegen die „Volks­schädlingsver­ordnung” zum Tode verurteilt. Er wird am 20. Oktober 1942 im Straf­gefängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Heinz Eggert

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Tenor des Todesurteils gegen Heinz Eggert, 3. September 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1486

Mitteilung über die Hinrichtung von Heinz Eggert, 21. Oktober 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1486/2

Sterbeurkunde von Heinz Eggert vom 21. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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