Johann Ellmauer

24. April 1909, Grödig – 6. Januar 1940
Johann Ellmauer

Johann Ellmauer

Verein Lila Winkel, Österreich

Johann Ellmauer kommt als Sohn einer Arbeiterfamilie zur Welt. Er erlernt den Beruf des Maurers, muss jedoch aufgrund von Arbeitslosigkeit als Knecht auf verschie­denen Bauernhöfen arbeiten und ist zuletzt als Kraft­fahrer tätig. Ende 1934 tritt Johann Ellmauer aus der katholischen Kirche aus und schließt sich den Zeugen Jehovas an. Er heiratet Katharina Haas, die einen Sohn mit in die Ehe bringt, und lebt ab 1936 mit seiner Familie in Thalgau.
Aus religiösen Gründen verweigert er nach Kriegsbeginn den Dienst an der Waffe und den Eid auf Hitler. Nach der bereits am 26. August 1939 in Kraft getretenen „Kriegs­sonderstrafrechts­verordnung” wird die Verweigerung des Wehrdienstes als „Zersetzung der Wehrkraft” geahndet und kann mit dem Tode bestraft werden.
Johann Ellmauer wird am 5. Oktober 1939 vom Ober­reichskriegsanwalt angeklagt und am 23. November vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt. Gemeinsam mit vier weiteren österreichischen Zeugen Jehovas wird er am 6. Januar 1940 im Strafgefängnis Plötzensee ermor­det.

Dokumente

Gefangenenkarte von Johann Ellmauer

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Johann Ellmauer mit seiner Frau Katharina, 1936

Verein Lila Winkel, Österreich

Sterbeurkunde von Johann Ellmauer vom 6. Januar 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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