Arthur Emmerlich

20. September 1907, Niederwiesa – 21. Mai 1942
Arthur Emmerlich

Arthur Emmerlich

Publikation

Der in eine Arbeiter­familie geborene Arthur Emmerlich tritt mit 14 Jahren in die Sozialistische Arbeiter-Jugend (SAJ) und später in den Kom­munis­tischen Jugendver­band Deutschlands (KJVD) ein, wo er bald verschiedene Funktionen ausübt. Er wird Unterbezirks­leiter für Chemnitz, dann Organisations­leiter im KJVD-Bezirk Sachsen. Im Oktober 1930 wird er in das Zentral­kommitee (ZK) des KJVD gewählt. Er arbeitet außerdem in der Redaktion der Zeitschrift „Junge Garde” mit.
Nach 1933 geht er in die Illegalität und wird Instrukteur des ZK des KJVD für die Bezirke Magdeburg und Hannover. Emmerlich emigriert 1934 über das Saargebiet nach Frankreich. Von 1935 bis 1937 ist er in der Presse­abteilung der Kommunis­tischen Internationale in Moskau beschäftigt. 1938 als Instrukteur der KPD-Abschnitts­leitung Mitte in Prag eingesetzt, reist er mehrmals illegal nach Deutschland.
Im Sommer 1940 wird Emmerlich nach Berlin geschickt, um eine neue illegale Partei­organisation aufzubauen. Mit dem Lehrer Kurt Steffelbauer stellt er auf einer Schreib­maschine illegale Schriften her, darunter das Flug­blatt „Wahn­sinnige regieren Deutschland”.
Arthur Emmerlich wird am 24. Mai 1941 festgenommen, am 10. Januar 1942 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am 21. Mai 1942 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Arthur Emmerlich

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Arthur Emmerlich und andere, 13. Oktober 1941

Bundesarchiv R 3017/9

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Arthur Emmerlich und andere, 10. Januar 1942

Bundesarchiv R 3017/2026

Bekanntmachung der Hinrichtung von Arthur Emmerlich, Kurt Steffelbauer und Alfred Grünberg, 21. Mai 1942

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Sterbeurkunde von Arthur Emmerlich vom 21. Mai 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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