Fridolin Endraß

5. März 1893, Mariabrunn – 23. Februar 1940
Fridolin Endra<span>ß</span>

Fridolin Endraß

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Der gelernte Schlosser Fridolin Endraß arbeitet nach dem Ersten Weltkrieg zunächst in mehreren Handwerks­betrieben in Friedrichshafen und ist seit 1919 im Reichs­bahnausbesserungswerk beschäftigt. Endraß steht politisch der SPD nahe, ohne deren Mitglied zu sein. Von 1919 bis 1933 engagiert er sich im Einheitsverband der Eisenbahner Deutschlands.
Als aktiver Gewerkschafter und Gegner des NS-Regimes unterstützt er illegale Aktionen, die maßgeblich vom Sekretär der Internationalen Transportarbeiter-Förderation Edo Fimmen organisiert werden. Er empfängt Kuriere aus der Schweiz, fährt zu Beratungen in das nahe der deutsch-schweizerischen Grenze gelegene Rorschach, gibt Stimmungsberichte ab und organisiert die Einschleusung und Verbreitung von illegalen Druckschriften.
Fridolin Endraß wird am 21. Juli 1938 festgenommen, am 25. November 1939 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am 23. Februar 1940 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Fridolin Endraß

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Fridolin Endraß und Josef Riedlin, 5. Juli 1939

Bundesarchiv R 3017/18789

Urteil des „Volkgerichtshofs” gegen Fridolin Endraß und Josef Riedlin, 25. November 1939

Bundesarchiv R 3017/18789

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