Karl Endstrasser
Karl Endstrasser verweigert aus religiösen Gründen den Dienst an der Waffe. Nach der bereits am 26. August 1939 in Kraft getretenen „Kriegssonderstrafrechtsver­ordnung” wird die Verweigerung des Wehrdienstes als „Zersetzung der Wehrkraft” geahndet und kann mit dem Tode bestraft werden.
Endstrasser wird am 10. September 1939 festgenommen, ins Landgerichtsgefängnis Graz eingeliefert und an­schließend nach Wien überstellt, von wo er nach Berlin gebracht wird.
Am 3. Oktober 1939 erhebt der Oberreichskriegsanwalt Anklage gegen Karl Endstrasser. Das Reichskriegsgericht verurteilt ihn am 21. November zum Tode. Er wird am 15. Dezember 1939 im Strafgefängnis Plötzensee er­mordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Karl Endstrasser
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Karl und Ernestine Endstrasser
Verein Lila Winkel, Österreich
Sterbeurkunde von Karl Endstrasser vom 15. Dezember 1939
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung







