Karl Endstrasser

3. Dezember 1904, St. Johann in Tirol – 15. Dezember 1939
Karl Endstrasser

Karl Endstrasser

Verein Lila Winkel, Österreich

Karl Endstrasser lebt mit seiner Frau Ernestine in Graz. Beide gehören der Glaubens­gemein­schaft der Zeugen Jehovas an. Kurz nach dem deutschen Überfall auf Polen im September 1939 erhält er die Einbe­rufung zur Wehr­macht.
Karl Endstrasser verweigert aus religiösen Gründen den Dienst an der Waffe. Nach der bereits am 26. August 1939 in Kraft getretenen „Kriegs­sonder­straf­rechts­ver­ordnung” wird die Verwei­gerung des Wehr­dienstes als „Zerset­zung der Wehr­kraft” geahndet und kann mit dem Tode bestraft werden.
Endstrasser wird am 10. September 1939 festge­nommen, ins Land­gerichts­gefängnis Graz eingeliefert und an­schließend nach Wien überstellt, von wo er nach Berlin gebracht wird.
Am 3. Oktober 1939 erhebt der Ober­reichs­kriegsanwalt Anklage gegen Karl Endstrasser. Das Reichs­kriegs­gericht verurteilt ihn am 21. November zum Tode. Er wird am 15. Dezember 1939 im Straf­gefängnis Plötzen­see er­mordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Endstrasser

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Karl und Ernestine Endstrasser

Verein Lila Winkel, Österreich

Sterbeurkunde von Karl Endstrasser vom 15. Dezember 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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