Vlastimil Erben
Der in Melnik beschäftigte Gendarmeriewachtmeister lernt im Sommer 1940 durch seine Verlobte den sow­jetischen Agenten Vladislav Bobák kennen. Bobák baut auf Anweisung des sowjetischen Generalkonsuls seit April 1940 in Prag und Brünn eine Spionageorganisation auf, für die er neue Agenten und Informanten anwirbt. Erben erklärt sich zur Mitarbeit bereit und sammelt bis November 1940 geheime Nachsrichten seiner Dienst­stelle, Berichte über die Stimmung in der Bevölkerung und die Versorgungslage sowie Nachrichten zu deut­schen Truppen- und Kriegsmaterialtransporten.
Vlastimil Erben wird am 25. Juni 1941 festgenommen und zusammen mit weiteren Angeklagten am 12. No­vember 1942 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle zehn zum Tode Verurteilten werden am 12. Juli 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Vlastimil Erben mit seiner Frau Marie
Privatbesitz
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Vlastimil Erben vom 31. Juli 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Vlastimil Erben vom 12. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Ablehnung des Gnadenerweises für Vlastimil Erben durch die Gestapo vom 28. Dezember 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Sterbeurkunde von Vlastimil Erben vom 13. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung


















































































































