Vlastimil Erben

29. September 1909, Seletitz (Seletice) – 12. Juli 1943
Vlastimil Erben

Porträt von Vlastimil Erben

Privatbesitz

Vlastimil Erben wird am 29. September 1909 in Seletitz geboren und erlernt das Schlosser­handwerk. Er dient von 1929 bis 1931 bei einem tschecho­slowakischen Artillerie­regiment und wird 1936 in den Dienst der tschechoslo­wakischen Gendarmerie übernommen. 1937 wird er nach Nixdorf ins Sudeten­land versetzt, das im Oktober 1938 von der deutschen Wehr­macht besetzt wird. Erben wird festge­nommen, in einem Lager interniert und nach einem Monat wieder freige­lassen.
Der in Melnik beschäftigte Gendarmerie­wachtmeister lernt im Sommer 1940 durch seine Verlobte den sow­jetischen Agenten Vladislav Bobák kennen. Bobák baut auf Anweisung des sowjetischen General­konsuls seit April 1940 in Prag und Brünn eine Spionage­organisation auf, für die er neue Agenten und Informanten anwirbt. Erben erklärt sich zur Mitarbeit bereit und sammelt bis November 1940 geheime Nach­srichten seiner Dienst­stelle, Berichte über die Stimmung in der Bevölkerung und die Versor­gungslage sowie Nach­richten zu deut­schen Truppen- und Kriegs­material­transporten.
Vlastimil Erben wird am 25. Juni 1941 festge­nommen und zusammen mit weiteren Angeklagten am 12. No­vember 1942 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle zehn zum Tode Verurteilten werden am 12. Juli 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Vlastimil Erben mit seiner Frau Marie

Privatbesitz

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Vlastimil Erben vom 31. Juli 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Vlastimil Erben vom 12. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Ablehnung des Gnadenerweises für Vlastimil Erben durch die Gestapo vom 28. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Sterbeurkunde von Vlastimil Erben vom 13. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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