Jaroslav Evald

6. November 1894, Prag – 10. Juni 1943
Jaroslav Evald

Portrait von Jaroslav Evald

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-210-2

Jaroslav Evald wird am 6. November 1894 in Prag ge­boren und erlernt nach dem Besuch des Gymna­siums das Buch­drucker­handwerk. Er nimmt als Soldat am Ers­ten Weltkrieg und tritt in russischer Kriegs­gefangen­schaft in die Tschecho­slowakische Legion ein. Nach Kriegs­ende wird er als Offizier in die neu aufgestellte Tschecho­slo­wakische Armee übernommen und ist zuletzt als Ober­aktuarsekretär im Ministerium für soziale und gesund­heitliche Fürsorge tätig.
Er wird im Mai 1939 für die Obrana Národa (ON – Ver­teidigung der Nation) angeworben. Die ON ist eine ge­heime Organisation tschecho­slowakischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protek­torats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939 gebildet hat und deren Mit­glie­der versuchen, unter deut­scher Besatzung ein geheimes Heer aufzu­bauen. Bis zu seiner Festnahme im Fe­bruar 1940 wirbt Evald weitere Offiziere für die ON an und beginnt als Bataillons­kommandeur im Bezirk Laun mit der Aufstel­lung illegaler militärischer Einheiten.
Jaroslav Evald wird vom „Volks­gerichtshof“ am 20. Janu­ar 1943 we­gen „Vorbereitung zum Hoch­verrat“ zum Tode verurteilt und am 10. Juni 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Jaroslav Evald vom 6. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-210-2

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Jaroslav Evald vom 20. Januar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-210-2

Sterbeurkunde von Jaroslav Evald vom 11. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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