Karel Evald
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht wird der Sokol im April 1941 aufgelöst. Wie zahllose andere Falken wird Karel Evald im Sommer sowie am 8. Oktober 1941 auf Befehl des stellvertretenden „Reichsprotektors” Reinhard Heydrich festgenommen und in das Gestapo-Gefängnis Theresienstadt verschleppt. Insgesamt ist er über acht Wochen dort inhaftiert.
Nach seiner Entlassung unterstützt er zwei befreundete Familien inhaftierter Funktionäre mit geliehenem Geld, das ihnen sein Kollege Josef Hrubeš überbringt. Ab März 1942 baut er in Tábor eine Ortsgruppe der Nachfolgeorganisation Jindra auf, die ebenfalls notleidenden Angehörigen hilft.
Ende Oktober 1942 erfolgt die erneute Festnahme. Am 27. August 1943 verurteilt der „Volksgerichtshof” ihn wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zusammen mit Josef Hrubeš und Miroslav Posadovský zum Tode.
Karel Evald wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Urteilstenor des „Volksgerichtshofs" gegen Karel Evald und andere vom 27. August 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-329-15
Bescheid über die Hinrichtung von Karel Evald, 8. September 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-329-13
Sterbeurkunde von Karel Evald vom 14. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Karel Evald mit Ehefrau Anděla und den Töchtern Hamila und Dagmar 1935
Privatbesitz










