Josef Faltus


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Faltus, 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-518-17
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt sich Josef Faltus im Mai 1941 der illegal arbeitenden Ortsgruppe der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPČ) um Augustin Pražák an. Er wirbt zwei Bekannte, bekommt Flugschriften aus­gehändigt und zahlt einmalig einen Mitgliedsbeitrag.
Am 7. Dezember 1942 verurteilt der „Volksgerichtshof” ihn zu einer zwölfjährigen Zuchthausstrafe, Augustin Pražák und drei weitere Angeklagte erhalten ein Todes­urteil.
Am 16. Juni 1943 werden Josef Faltus sowie die zuvor zu acht Jahren Zuchthaus verurteilten Angeklagten Alois Aubrecht und Ludvík Kodýtek unter Roland Freisler ebenfalls zum Tode verurteilt mit der Begründung, sie hätten sich nach dem Überfall auf die Sowjetunion „für den Kommunismus einfangen lassen”.
Die drei jungen Männer werden am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet. Augustin Pražák und die anderen früher Verurteilten wurden bereits am 28. April 1943 ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Faltus
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Augustin Pražák und andere vom 23. September 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-518-1a
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Alois Aubrecht, Ludvik Kodytek und Josef Faltus vom 16. Juni 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-518-1
Telegramm an den „Reichsprotektor in Böhmen und Mähren” mit Bescheid über die Hinrichtung von Josef Faltus und anderen, 13. September 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-518-15
Sterbeurkunde für Josef Faltus vom 15. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung






































