Lucien Ferry

26. Juni 1913, Vitry-sur-Seine – 29. September 1944
Der französische Stadtbeamte und ehemalige Kriegsgefangene Lucien Ferry lebt als „Zivilarbeiter“ in Berlin.
Zusammen mit anderen französischen und einem niederländischen Zwangsarbeiter begeht er mehrere Geschäftseinbrüche. Wegen schweren Diebstahls und „Kriegswirtschafts­verbrechens“ wird er vor dem Sondergericht III bei dem Landgericht Berlin angeklagt. Am 29. August 1944 werden zehn der insgesamt 13 Angeklagten zum Tode verurteilt, darunter auch Lucien Ferry. Die übrigen Angeklagten erhalten mehrjährige Zuchthausstrafen.
Lucien Ferry wird am 29. September 1944 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Lucien Ferry

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Schreiben des Rechtsanwalts Dr. Franz Wallau an den Herrn General­staatsanwalt bei dem Landgericht Berlin, 1. September 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 1694

Abschiedsbrief von Ferry Lucien (deutsche Übersetzung), 29. September 1944

Landesarchiv Berlin A Rep. 355, Nr. 1695

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Lucien Ferry, 29. September 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 1696/3

Sterbeurkunde von Lucien Ferry vom 30. September 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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