Anton Ferus
Als er Anfang 1944 durch alliierte Luftangriffe den Groß­teil seiner Habe verliert, schließt er sich einer Gruppe von Landsleuten an, die Einbrüche begeht.
Im Oktober 1944 wird er mit zwei anderen jungen Männern angeklagt, „unter Ausnutzung der Verdunkelung zahlreiche Diebstähle in Geschäften, Villen und Bunkern” verübt zu haben.
Das Sondergericht V bei dem Landgericht Berlin verur­teilt Anton Ferus am 23. November 1944 zusammen mit Antonín Švancar wegen „schweren Diebstahls” auf Grund­lage der „Volksschädlingsverordnung” zum Tode. Der Mitangeklagte Stanislav Machal erhält eine dreijäh­rige Zuchthausstrafe.
Sein Gnadengesuch wird abgelehnt und Anton Ferus am 22. Dezember 1944 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Anton Ferus
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteilstenor des Sondergerichts V bei dem Landgericht Berlin gegen Anton Ferus und andere vom 23. November 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3746
Beglaubigte Übersetzung des Abschiedsbriefs von Anton Ferus an seine Frau vom 30. November 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3746
Mitteilung über die Hinrichtung von Anton Ferus vom 22. Dezember 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3746/3
Sterbeurkunde von Anton Ferus vom 23. Dezember 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung










