Lodewyk Fibbe

19. September 1917, Haarlem – 6. Oktober 1944
Lodewyk Fibbe dient von Oktober 1938 bis Juli 1940 in der niederländischen Armee. Ab 1940 bereitet er sich auf den Beruf des Zuckertechnikers vor und arbeitet für drei Monate als Betriebschemiker in der Zuckerfabrik in Markranstädt bei Leipzig, wo er im Juli 1942 eine Stelle als Betriebsassistent antritt.
Fibbe ist Anhänger der Niederländischen Union, die loyal zum emigrierten Königshaus steht und nach zunehmen­den Konflikten mit den deutschen Besatzern im August 1941 verboten wird.
Am 20. September 1943 wird Lodewyk Fibbe in Markran­städt fest­genommen. Ihm wird vorgeworfen, er habe 1943 „fortgesetzt ausländische Sender abgehört und zersetzende Nachrichten dieser Sender verbreitet, zu deutschen Volksgenossen wehrkraftzersetzende Äu­ßerungen gemacht und in Briefen (...) seinem unge­zügelten Hass gegen Deutschland und den National­sozialismus Ausdruck verliehen.”
Am 13. September 1944 verurteilt ihn der 2. Strafsenat beim Kammergericht Berlin wegen „Rundfunk­verbre­chens und Feindbegünstigung” zum Tode.
Lodewyk Fibbe wird am 6. Oktober 1944 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Lodewyk Fibbe

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklageschrift des Generalstaats­anwalts beim Kammergericht Berlin gegen Lodewyk Fibbe, 14. Juni 1944

Bundesarchiv R 3017/20137

Urteil des Kammergerichts Berlin gegen Lodewyk Fibbe, 13. September 1944

Bundesarchiv R 3017/20137

Sterbeurkunde von Lodewyk Fibbe vom 7. Oktober 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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