Miroslav Filipec

31. Dezember 1909, Prag – 26. August 1942
Miroslav Filipec

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Miroslav Filipec, 1940

Bundesarchiv R 3017/11048, Bd. II

Miroslav Filipec absolviert die Tech­nische Hoch­schule in Prag und macht sein Diplom als Ingenieur. 1934 tritt er in das Tsche­cho­slowa­kische Heer ein und ist zuletzt im Rang eines Ober­leut­nants der Flie­ger Referent für Flug­motoren im Vertei­digungs­ministe­rium. Nach dem Einmarsch deutscher Truppen und der Auf­lösung der tschecho­slo­wakischen Streit­kräfte am 15. März 1939 beginnt er ab Juni 1939 als tech­nischer Korres­pondent bei der Firma Walter, Auto- und Flug­zeug­motoren­werke in Prag zu arbeiten.
Im Juni 1940 tritt sein ehe­maliger Vorgesetzter im Vertei­digungs­ministerium Oberst a. D. Otakar Sviták an ihn heran und bittet ihn um einen Bericht über die Erzeug­nisse und Aufträge der als Rüs­tungs­betrieb bekannten Firma Walter, den Miroslav Filipec in der Folge­zeit liefert. Die vorma­ligen Offi­ziere gehören der seit 1939 existenten Militär­organi­sation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) an, die eine Geheimar­mee aufzu­bauen und den tschecho­slowa­kischen Staat wieder­her­zustellen sucht.
Am 18. März 1942 werden Miroslav Filipec, Jan Janoušek und Otakar Sviták vom „Volks­gerichtshof” wegen „Lan­desverrats, Feind­begüns­tigung und Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verur­teilt. Alle drei Männer werden am 26. August 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Miroslav Filipec

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Janoušek und andere vom 18. März 1942

Bundesarchiv R 3017/11048, Bd. I

Arbeitszeugnis der Walter Automobil- und Flugmotorenfabriken AG für Miroslav Filipec vom 24. März 1942

Bundesarchiv R 3017/11048, Bd. II

Bekanntmachung der Hinrichtung von Miroslpav Filipec und anderen, plakatiert 1942 in Prag

Bundesarchiv R 3017/11048, Bd. I

Sterbeurkunde von Miroslav Filipec vom 26. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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