Karl Fils

24. Februar 1918, Den Haag – 6. August 1943
Der Maler­geselle Karl Fils kommt im Juni 1942 als Zwangs­arbeiter von Den Haag nach Friedrichs­hafen am Bodensee, wo er in einer Zahn­radfabrik arbeitet und in einem „Auslän­derlager” lebt.
Er beabsichtigt im August 1942, in die Schweiz zu flie­hen, wird aber kurz zuvor von der Kriminal­polizei in Friedrichs­hafen festgenommen, weil er einige Tage zuvor im „Auslän­derlager” einem anderen nieder­ländischen Ar­beiter 250 Reichsmark entwendet haben soll. Das Amts­gericht in Tettnang verurteilt ihn am 17. Sep­tember 1942 zu zwei Monaten Gefängnis, die er im Straf­gefäng­nis in Ulm verbüßt.
Während er Anfang September noch auf seinen Prozess wartet, teilt er sich mit zwei französischen und fünf pol­nischen Mithäft­lingen eine Gemein­schaftszelle. Karl Fils schreibt mit einem Bleistift „hetzerische Aufschriften” in nieder­ländischer Sprache und zeichnet neben diese eine Karikatur von Hitlers Kopf, darüber eine herab­fallende Bombe und einen Totenkopf.
Der 6. Senat des „Volks­gerichthofs” verurteilt Karl Fils am 15. Januar 1943 wegen „landes­verräterischer Feindbe­günstigung” zum Tode.
Er wird am 6. August 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Fils

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Fils vom 15. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017/9725

Protokoll der Ankündigung der Urteilsvollstreckung gegenüber Karl Fils, 6. August 1943

Bundesarchiv R 3017/9725

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Karls Fils, 6. August 1943

Bundesarchiv R 3017/9725

Sterbeurkunde von Karl Fils vom 7. August 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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