Karl Fils
Er beabsichtigt im August 1942, in die Schweiz zu flie­hen, wird aber kurz zuvor von der Kriminalpolizei in Friedrichshafen festgenommen, weil er einige Tage zuvor im „Ausländerlager” einem anderen niederländischen Arbeiter 250 Reichsmark entwendet haben soll. Das Amtsgericht in Tettnang verurteilt ihn am 17. Sep­tember 1942 zu zwei Monaten Gefängnis, die er im Strafgefängnis in Ulm verbüßt.
Während er Anfang September noch auf seinen Prozess wartet, teilt er sich mit zwei französischen und fünf pol­nischen Mithäftlingen eine Gemeinschaftszelle. Karl Fils schreibt mit einem Bleistift „hetzerische Aufschriften” in niederländischer Sprache und zeichnet neben diese eine Karikatur von Hitlers Kopf, darüber eine herabfallende Bombe und einen Totenkopf.
Der 6. Senat des „Volksgerichthofs” verurteilt Karl Fils am 15. Januar 1943 wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode.
Er wird am 6. August 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Karl Fils
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Fils vom 15. Januar 1943
Bundesarchiv R 3017/9725
Protokoll der Ankündigung der Urteilsvollstreckung gegenüber Karl Fils, 6. August 1943
Bundesarchiv R 3017/9725
Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Karls Fils, 6. August 1943
Bundesarchiv R 3017/9725
Sterbeurkunde von Karl Fils vom 7. August 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung















