Eberhard Finckh
Nach dem deutschen Überfall auf Polen wird er zunächst im Osten eingesetzt und kommt später als Oberst i.G. und Oberquartiermeister beim Oberbefehlshaber West in Paris in die Umgebung des Militärbefehlshabers Carl-Heinrich von Stülpnagel. Mit Stülpnagel und dessen Adjutanten Cäsar von Hofacker ist er an der Planung des Umsturzversuchs im Westen beteiligt.
Am 20. Juli 1944 nimmt Finckh in Paris die vereinbarte Nachricht über den Anschlag im Führerhauptquartier Wolfschanze entgegen und meldet seinem Vorgesetzten, General Günther Blumentritt, den Tod Hitlers. In Paris können daraufhin planmäßig die Gestapo- und SD-Kräfte ausgeschaltet werden. Erst als die Verschwörer erfahren, dass Hitler noch lebt, brechen sie diese Aktion ab.
Finckh wird wenige Tage später festgenommen, am 30. August 1944 vom „Volksgerichtshof” unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und noch am selben Tag im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Todesurteil des „Volksgerichtshofes” gegen Carl Heinrich von Stülpnagel, Cäsar von Hofacker, Günther Smend, Karl Ernst Rahtgens, Hans Otfried von Linstow und Eberhard Finckh, 30. August 1944
Privatbesitz
Sterbeurkunde von Eberhard Finckh vom 1. September 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
















