Franz Finzel

24. April 1918, Staffelstein – 3. Februar 1940
Franz Finzel stammt aus Ober­franken und arbeitet als kauf­män­nischer Ange­stellter in einem Unter­nehmen in Schwein­furt. Etwa zu Beginn des Jahres 1939 wird er zum Mili­tär­dienst einbe­rufen und dient in der Flieger­horst­kom­panie Schwein­furt.
Am 7. Oktober 1939 erhebt der Ober­reichs­kriegs­anwalt Anklage gegen ihn wegen „Landes- und Volks­verrats, schwerer Urkunden­fälschung” sowie „Fahnen­flucht”. Die in einem Voll­stre­ckungs­register des Reichs­kriegs­gerichts enthaltene Angabe des „Ver­räter­lohns von 2100 tsche­chischen Krone” deutet darauf hin, dass Franz Finzel gegen Bezahlung Infor­mationen an den den tsche­chischen Nach­rich­ten­dienst weiter­gegeben hat. Die genauen Vor­würfe sind nicht bekannt.
Franz Finzel wird am 18. Dezem­ber 1939 vom Reichs­kriegs­gericht wegen „Landes­verrats" zum Tode verurteilt und 21-jährig am 3. Februar 1940 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Franz Finzel

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Franz Finzel vom 3. Februar 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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