Ernst Fischer

8. Juni 1915, Göttingen – 3. Februar 1940
Ernst Fischer absolviert eine Lehre als Feinmechaniker und engagiert sich politisch im Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD). Bereits vor 1933 wird er wegen seines politischen Engagements verfolgt. Im Sommer 1934 reist er in das damals noch nicht von den Nationalsozialisten beherrschte Saarland und versucht von dort gegen das NS-Regime zu wirken. Zurückgekehrt nach Göttingen wird er festgenommen und gegen ihn ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, das aber nicht zu einer Verurteilung führt.
Nach seiner Entlassung aus dem Jugendgefängnis Neumünster zieht er nach Kiel, arbeitet dort auf einer Werft und wird Anfang November 1937 zur Ableistung seines Wehrdienstes zur Marine einberufen. Ernst Fischer kommt in dieser Zeit in Kontakt zum französischen und später auch zum sowjetischen Nachrichtendienst und bemüht sich militärische Informationen und Rüstungs­güter an seine Auftraggeber weiterzugeben.
Ernst Fischer wird am 21. Dezember 1939 vom Reichskriegsgericht wegen „Landesverrats und Fahnenflucht” zum Tode verurteilt und am 3. Februar 1940 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Ernst Fischer

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Feldurteil des Reichskriegsgerichts gegen Ernst Fischer und Richard Riehm, 21. Dezember 1939

Bundesarchiv R 22/5001

Sterbeurkunde von Ernst Fischer vom 3. Februar 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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