Erwin Fischer


Erwin Fischer
Publikation Institut für Marxismus-Leninismus (Hg.): Deutsche Widerstandskämpfer 1933-1945. Biographien und Briefe, Band 2, Berlin 1970, S. 263
Im Juli 1933 flieht er vor einer drohenden Verhaftung nach Berlin und von dort im November 1933 nach Moskau. Er besucht einen Lehrgang an der Leninschule und reist im September 1934 nach Kopenhagen, um dort in der KPD-Emigrationsleitung zu arbeiten. Im November 1934 erhält Erwin Fischer in Amsterdam von der dortigen Abschnittsleitung West den Auftrag, in Hamburg als „Abwehrmann” die illegale Arbeit zu überprüfen. Er kehrt nach einigen Monaten nach Amsterdam zurück und reist später erneut als Instrukteur nach Deutschland.
Erwin Fischer wird im Oktober 1937 in Rotterdam von der niederländischschen Polizei festgenommen und im Januar 1938 wegen Passvergehen zu vier Monaten Haft verurteilt. Im Mai 1938 wird ihm die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen.
Nach der Besetzung der Niederlande wird er durch die deutsche Wehrmacht im Mai 1940 an die Gestapo ausgeliefert. Erwin Fischer wird am 18. September 1942 vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs” zum Tode verurteilt. Er wird am 8. Dezember 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Erwin Fischer
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Erwin Fischer, 16. Juli 1942
Bundesarchiv R 3017/35548
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Erwin Fischer, 18. September 1942
Bundesarchiv R 3017/35548
Stellungnahme der Stapoleitstelle Hamburg im Gnadenverfahren von Erwin Fischer, 24. September 1942
Bundesarchiv R 3017/35548
Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Erwin Fischer, 9. Dezember 1942
Bundesarchiv R 3017/35548











































