Theodor Fitzek

2. Januar 1898, Gleiwitz (Gliwice) – 22. August 1942
Theodor Fitzek wird in Gleiwitz in Ober­schlesien als Sohn eines Arbeiters geboren. Im Elternhaus wird ausschließ­lich polnisch gesprochen, der Vater ist in polnischen Verbänden organisiert. Fitzek nimmt an den Abstimmungs­kämpfen in Oberschlesien auf Seiten Polens teil und verliert deswegen seine Anstel­lung im Reichs­bahnausbes­serungs­werk Gleiwitz. Zeitweise ist er bei der polnischen Eisenbahn in Rybnik beschäftigt. Er kehrt aber nach Gleiwitz zurück und arbeitet dort als Bergmann in einem deutschen Bergwerk.
Wegen seiner Mitglied­schaft in einer polnischen Organisation verliert er die Stelle und arbeitet zuletzt in der polnischen Peter-Paul-Grube in Ostober­schlesien.
Im Sommer 1938 wird Fitzek vom polnischen Nach­richten­dienst angeworben und erhält den Auftrag bei seiner täglichen Fahrt von Deutschland nach Polen militärische Objekte, Manöver und Transporte aus­zuspähen. Fitzek liefert dem Nachrichten­dienst bis Anfang August 1939 Informationen.
Theodor Fitzek wird am 1. Juni 1942 vom „Volks­gerichtshof” wegen „Landes­verrats” zum Tode verurteilt und am 22. August 1942 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Theodor Fitzek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Theodor Fitzek, 1. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/9783

Ablehnung des Gnadengesuchs von Theodor Fitzek, 12. August 1942

Bundesarchiv R 3018/2134

Protokoll der Verkündung der Todesstrafe, 21. August 1942

Bundesarchiv R 3018/2134

Protokoll der Vollstreckung der Todesstrafe, 22. August 1942

Bundesarchiv R 3018/2134

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