Marie Flohrer

30. April 1917, Neugersdorf/Oberbarnim – 29. November 1943
Marie Flohrer, geborene Hilde­brandt, ist seit dem Besuch der Volks­schule in der Land­wirt­schaft tätig. Nach ihrer Scheidung ist sie ab Frühjahr 1943 als Hausgehilfin bei einem Gastwirt im branden­burgischen Sand­krug tätig.
Im November 1943 gibt sie ihre Anstellung auf und geht nach Berlin. Hier erlebt sie am 23. November einen Luftan­griff auf die Stadt mit. Drei Tage später wird sie festge­nommen. Ihr wird vorge­worfen, eine Hand­tasche mit Geld aus einem Luft­schutz­keller gestohlen zu haben.
Marie Flohrer wird am 28. Novem­ber 1943 ange­klagt und noch am selben Tag vom Sonder­gericht III bei dem Land­gericht Berlin wegen „Plünderns” auf der Grund­lage der „Volks­schäd­lingsver­ordnung” zum Tode verur­teilt. Sie wird am folgenden Tag im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage gegen Marie Flohrer, 28. November 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 17262

Tenor des Todesurteils gegen Marie Flohrer, 28. November 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 17263

Mitteilung über die Ablehnung des Gnadengesuchs von Marie Flohrer und ihre Hinrichtung, 8. Dezember 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 17263

Sterbeurkunde von Marie Flohrer vom 30. November 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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