Jean Flon

23. August 1919, Nivelles – 18. November 1942
Jean Flon

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Jean Flon, Juni 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 2822

Jean Flon leistet nach dem Besuch der höheren Schule in Brüssel von 1937 bis 1940 Dienst bei der belgischen Armee als Brigadier. Nach der Kapi­tulation der bel­gischen Streit­kräfte am 28. Mai 1940 wird er aus dem Militär­dienst entlassen und kommt ein Jahr später als „Zivil­arbeiter“ nach Deutschland.
Flon arbeitet als Kraft­fahrer, kann jedoch im September 1941 wegen einer Bein­erkrankung für einige Monate nach Belgien zurückkehren. Im Januar 1942 findet er eine Anstellung als Kraft­fahrer beim Postfuhr­amt Berlin N, Oranien­burgerstraße. Im April 1942 wird Jean Flon ins Kranken­haus eingewiesen, verlässt es nach wenigen Wochen eigenständig und kehrt nicht zur Arbeit zurück.
Am 20. Juni 1942 wird Flon festge­nommen und mit sieben anderen wegen mehrfachen Postpaket­diebstahls vom Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin angeklagt. Am 2. September 1942 verurteilt ihn das Gericht auf der Grundlage der „Volks­schädlings­verord­nung“ zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnaden­gesuchs wird Jean Flon am 18. November 1942 im Straf­gefängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Jean Flon

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Jean Flon vom 19. November 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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