Marzell Fluhr
1938 nimmt er an einer Reserveoffiziersausbildung der polnischen Armee teil. Im September 1939 gerät er als Infanterist in deutsche Kriegsgefangenschaft. Er wird im November 1940 aus dieser entlassen, da er sich ver­pflichtet, als „Zivilarbeiter” in Deutschland zu arbeiten. Er wird einer Gutsverwaltung in Wolfring im Kreis Nabburg in der Oberpfalz zugewiesen und arbeitet dort als Brennereigehilfe. Fluhr wehrt sich gegen die schlechte Behandlung und versucht zu fliehen. Er beabsichtigt, sich der polnischen Legion in der Schweiz anzuschließen.
Jakob Fluhr wird am 26. August 1941 an der Grenze zur Schweiz festgenommen, am 13. August 1942 vom „Volksge­richtshof” wegen „Schädigung des Wohls des deutschen Volkes in Verbindung mit landesverräterischer Begüns­tigung des Feindes sowie Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 20. Oktober 1942 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Marzell Fluhr
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Marzell Fluhr vom 13. August 1942
Bundesarchiv R 3018/8869
Mitteilung des Abganges des Gefangenen Marzell Fluhr vom 21. Oktober 1942
Bundesarchiv R 3017/19297
Sterbeurkunde von Marzell Fluhr vom 21. Oktober 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bekanntmachung der Hinrichtung von Marzell Fluhr vom 20. Oktober 1942
Bundesarchiv R 3017/19296















