Marzell Fluhr

12. Dezember 1914, Lemberg (L'viv) – 20. Oktober 1942
Marzell Fluhr wird am 12. Dezember 1914 in Lemberg in eine jüdische Familie geboren. Er ist polnischer Staats­bürger. Nach dem Besuch der Ober­schule studiert er an der Technischen Hoch­schule in Lem­berg Maschinen­bau.
1938 nimmt er an einer Reserve­offiziers­ausbildung der polnischen Armee teil. Im September 1939 gerät er als Infan­terist in deutsche Kriegs­gefangen­schaft. Er wird im November 1940 aus dieser entlassen, da er sich ver­pflichtet, als „Zivil­arbeiter” in Deutschland zu arbeiten. Er wird einer Guts­verwal­tung in Wolf­ring im Kreis Nabburg in der Ober­pfalz zugewiesen und arbeitet dort als Brennerei­gehilfe. Fluhr wehrt sich gegen die schlechte Behand­lung und versucht zu fliehen. Er beab­sichtigt, sich der polnischen Legion in der Schweiz anzu­schließen.
Jakob Fluhr wird am 26. August 1941 an der Grenze zur Schweiz festge­nommen, am 13. August 1942 vom „Volksge­richtshof” wegen „Schädigung des Wohls des deutschen Volkes in Verbin­dung mit landes­ver­räterischer Begüns­tigung des Feindes sowie Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt und am 20. Oktober 1942 in Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Marzell Fluhr

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Marzell Fluhr vom 13. August 1942

Bundesarchiv R 3018/8869

Mitteilung des Abganges des Gefangenen Marzell Fluhr vom 21. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3017/19297

Sterbeurkunde von Marzell Fluhr vom 21. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Hinrichtung von Marzell Fluhr vom 20. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3017/19296

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