Raimund Follek

9. März 1911, Pawlowitz (Pawłowice) – 24. Mai 1943
Raimund Follek

Raimund Follek, 1930er Jahre

Privatbesitz

Raimund Follek absolviert eine Lehre als Tischler und Holzbild­hauer. 1934 heiratet er Małgorzata Klimza. Er ist als Kaufmann und Gastwirt in eigenen Betrieben tätig, die er jedoch wieder aufgeben muss.
1931 wird er erstmals vom Landgericht in Warschau wegen Urkunden­fälschung verurteilt. Im Januar 1941 verurteilt das Sonder­gericht in Kattowitz (Katowice) ihn wegen Betruges auf der Grundlage der „Volks­schäd­lingsver­ordnung” zu fünf Jahren Zuchthaus, die er ab März 1941 im Strafgefangenen­lager Börgermoor und ab April 1942 im Lager Himmelmoor (Holstein) verbüßt.
Aufgrund schwerer körperlicher Arbeit und unzureichender Nahrung nimmt Raimund Follek dort innerhalb eines Monats zehn Kilo ab. Sein Brief mit dem Wunsch, in der Wehrmacht Verwendung zu finden, wird nicht befördert. Am 30. August 1942 flieht er aus dem Lager.
Er begeht mehrere Diebstähle, vor allem von Koffern, und wird am 21. Oktober 1942 in Berlin fest­genommen. Am 15. April 1943 wird Raimund Follek vom Sonder­gericht V beim Landgericht Berlin auf der Grundlage der „Volks­schädlings­verordnung” zum Tode verurteilt und am 24. Mai 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anschreiben von Raimund Follek an das Sondergericht mit Lebenslauf, 21. Februar 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 645

Urteilsformel des Todesurteils des Sondergerichts V beim Landgericht Berlin gegen Raimund Follek vom 15. April 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 645

Mitteilung über die Hinrichtung von Raimund Follek, 25. Mai 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 645

Sterbeurkunde von Raimund Follek vom 25. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Raimund Follek und Małgorzata Klimza am Tag ihrer Hochzeit, 1934

Privatbesitz

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