Raimund Follek
1931 wird er erstmals vom Landgericht in Warschau wegen Urkundenfälschung verurteilt. Im Januar 1941 verurteilt das Sondergericht in Kattowitz (Katowice) ihn wegen Betruges auf der Grundlage der „Volks­schädlingsverordnung” zu fünf Jahren Zuchthaus, die er ab März 1941 im Strafgefangenenlager Börgermoor und ab April 1942 im Lager Himmelmoor (Holstein) verbüßt.
Aufgrund schwerer körperlicher Arbeit und unzureichender Nahrung nimmt Raimund Follek dort innerhalb eines Monats zehn Kilo ab. Sein Brief mit dem Wunsch, in der Wehrmacht Verwendung zu finden, wird nicht befördert. Am 30. August 1942 flieht er aus dem Lager.
Er begeht mehrere Diebstähle, vor allem von Koffern, und wird am 21. Oktober 1942 in Berlin fest­genommen. Am 15. April 1943 wird Raimund Follek vom Sondergericht V beim Landgericht Berlin auf der Grundlage der „Volksschädlingsverordnung” zum Tode verurteilt und am 24. Mai 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anschreiben von Raimund Follek an das Sondergericht mit Lebenslauf, 21. Februar 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 645
Urteilsformel des Todesurteils des Sondergerichts V beim Landgericht Berlin gegen Raimund Follek vom 15. April 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 645
Mitteilung über die Hinrichtung von Raimund Follek, 25. Mai 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 645
Sterbeurkunde von Raimund Follek vom 25. Mai 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Raimund Follek und Małgorzata Klimza am Tag ihrer Hochzeit, 1934
Privatbesitz
























