Gabriel Fondanaux

26. September 1920, Marseille – 8. Februar 1944
Gabriel Fondanaux, Sohn eines Kaufmanns aus Marseille, besucht im Anschluss an die Höhere Schule eine Ingenieursschule. Er kommt als französischer „Zivil­arbeiter“ nach Deutschland. Nach sechs Monaten in Hamburg arbeitet er ab November 1943 in Berlin-Halensee für die Büssing-NAG, einem Anbieter von Omnibussen und Lastkraftwagen.
Am 30. Januar 1944 befindet sich Fondanaux abends mit einem Bekannten aus Frankreich im Café Wien am Kurfürstendamm. Nach einem Luftangriff helfen sie auf dem Nachhauseweg bei Löscharbeiten eines Hauses in der Uhlandstraße. Aus dem Tabakgeschäft im Erd­geschoss entwenden sie Pakete mit Zigaretten. Nur fünf Tage später, am 4. Februar 1944, verurteilt das Sonder­gericht III bei dem Landgericht Berlin beide wegen Diebstahls auf der Grundlage der „Volksschädlings­verordnung“ zum Tode.
Am 8. Februar 1944 wird der 23-jährige Gabriel Fondanaux im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Gabriel Fondanaux

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 2536

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Gabriel Fondanaux, 8. Februar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 2536

Sterbeurkunde von Gabriel Fondanaux vom 9. Februar 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück