Georges Fournés

30. Juni 1921, Sainte-Livrade – 6. Dezember 1943
Nach dem Besuch der Volks­schule absolviert Georges Fournés eine Ausbil­dung zum Koch. Bereits 1941 übt er für sechs Monate seinen Beruf in einem Hotel in Konstanz aus. Im Herbst 1942 kommt er dann als franzö­sischer „Zivil­arbeiter“ nach Deutsch­land und arbeitet in verschie­denen Bädern, zuletzt im Kaiser­bad Berlin-Treptow als Koch.
Nach dem Dieb­stahl von Kleidung verbüßt Fournés drei Monate Haft bis zum 26. Februar 1943. Wegen gesund­heitlicher Beschwer­den gibt er Ende September 1943 seine Arbeit auf. Am 5. Oktober begeht er zusammen mit einem anderen Franzo­sen einen Über­fall auf ein Beklei­dungs­geschäft in Berlin-Kreuz­berg. Das Sonder­gericht III bei dem Land­gericht Berlin verurteilt beide auf der Grund­lage der „Gewalt­ver­brecher­verord­nung“ am 12. November 1943 zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnaden­gesuchs wird der 22-jährige Georges Fournés am 6. Dezember 1943 im Strafge­fängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Georges Fournés

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Georges Fournés, 6. Dezember 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 17173

Sterbeurkunde von Georges Fournés vom 7. Dezember 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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