René Fournier

9. Februar 1922, Paris – 15. April 1944
René Fournier kommt am 15. November 1941 als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland.
1942 verbüßt er zwei Monate Haft wegen des Handels mit Lebensmittelkarten. Im September 1943 kommt er für den Diebstahl von sechs Punkten einer Raucherkarte für drei Monate in Haft. Zuletzt ist Fournier bei der Firma Weichbrodt & Friedrich am Kottbusser Damm in Berlin-Neukölln als Maschinenarbeiter beschäftigt.
Nach einem Luftangriff soll er am 4. Februar 1944 bei Aufräumarbeiten helfen. Dabei entwendet Fournier aus der Wohnung eines Geschädigten eine kleine Standuhr, ein leeres Einwegglas und eine Flasche Likör. Der Besitzer spricht ihn auf den Diebstahl an, woraufhin Fournier das Einmachglas und die Uhr zurückbringt. Dennoch verurteilt das Sondergericht VII beim Landgericht Berlin am 23. Februar den 22-Jährigen Fournier wegen „Plünderns“ zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird der 22-jährige René Fournier, Vater eines drei Monate alten Kindes, am 15. April 1944 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte aus dem Straf­gefängnis Plötzensee von René Fournier

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 712

Urteil des Sondergerichts VII bei dem Landgericht Berlin gegen René Fournier, 23. Februar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 712

Stellungnahme des Auswärtigen Amtes zum Urteil gegen René Fournier, 31. März 1944

Bundesarchiv R3001-143419

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von René Fournier, 15. April 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 712

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