Josef Fousek
Er wird im Juli 1939 für die Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) angeworben. Die ON ist eine gehei­me Organisation tschechoslowakischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mäh­ren” im Frühjahr 1939 gebildet hat und deren Mitglieder ver­suchen, unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzubauen. Fousek stellt im Prager Bezirk Lieben die Anzahl der deutschen Soldaten in verschiedenen Fabri­ken fest und fertigt Aufzeichnungen über Telefon­anschlüsse und öffentliche Gebäude an. Mehrmals trifft er sich mit anderen ON-Angehörigen und gibt seine Beo­bachtungen weiter.
Er wird im Dezember 1940 festgenommen und vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” am 16. November 1942 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verur­teilt. Josef Fousek wird am 23. März 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Fousek
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Fousek und weitere Personen vom 16. November 1942
Bundesarchiv R 3017/11948
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Josef Fousek und weitere Verurteilte vom 23. März 1943
Bundesarchiv R 3017/11948
Sterbeurkunde von Josef Fousek vom 24. März 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung














