Jaroslav Franěk

8. Oktober 1897, Nesabuditz (Nezabudice) – 1. Juli 1943
Jaroslav Franěk

Jaroslav Franěk um 1935

Archiv des T.G.M. Museums Rakovník

Jaroslav Franěk kommt 1897 in Nesabuditz (Nez­abudice) zur Welt und wird von Beruf Maschinen­schlos­ser. 1915 kommt er an die russische Front und schließt sich 1916 der Tsche­choslowakischen Legion an. Nach seiner Rück­kehr 1920 geht er als Unter­offizier zur Tsche­choslowaki­schen Armee, muss diese jedoch 1924 infolge einer als Flug­schüler erlittenen Havarie verletzungsbe­dingt ver­lassen. Seit 1936 bewirt­schaftet er ein Gasthaus in Nesa­buditz.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht erklärt er sich Ende Mai 1939 gegenüber zwei ehemaligen tschechischen Offizieren bereit, „Sa­chen” in einem Hohlraum in seinem außerhalb der Ort­schaft gelegenen Ausflugs­lokal zu verstecken.
Zwei Wochen später mauern die beiden Offiziere dort Waffen ein, die für die Militär­organisation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) bestimmt sind, die den bewaff­neten Aufstand plant. Beide arbeiten Oberstleut­nant Josef Mašín zu, der die Widerstandsgruppe Tři králové (Drei Könige) mit anführt, die eng mit der ON kooperiert.
Nach seiner Festnahme Ende April 1940 verurteilt der „Volks­gerichtshof” Jaroslav Franěk am 16. Dezember 1942 zum Tode. Er wird am 1. Juli 1943 in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Jaroslav Franěk

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volks­gerichtshofs” gegen Jaroslav Franěk und andere vom 11. Oktober 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-320-4

Urteil des „Volks­gerichtshofs” gegen Jaroslav Franěk und andere vom 16. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-320-4

Ermittlungsfoto des Waffenlagers der Obrana Národa (ON) im Gasthaus von Jaroslav Franěk, Mai 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-320-4

Sterbeurkunde von Jaroslav Franěk vom 2. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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