Joachim Franke
Bei der AEG initiiert er kleine Betriebsgruppen. Zum Kreis um Franke gehören Hans-Georg Vötter, Charlotte Vötter, Werner Steinbrink, Hans Mannaberg und Hildegard Jadamowitz. Zusammen mit Steinbrink organisiert Franke Anfang 1942 in einer nächtlichen Aktion die Beschriftung von Fabrikgebäuden in Berlin-Oberschöneweide mit Parolen. In der Wohnung von Franke wird der Zündmechanismus für den Brandanschlag der Baum-Gruppe auf die nationalsozialistische Propagandaaustellung „Das Sowjetparadies” hergestellt. Franke trägt am 18. Mai 1942 den Brandsatz in einer Aktentasche bei sich und platziert ihn gemeinsam mit Werner Steinbrink und Herbert Baum in der Ausstellung.
Nach dem Anschlag wird die Gruppe enttarnt. Joachim Franke wird am 22. Mai 1942 festgenommen, am 16. Juli 1942 vom Sondergericht V beim Landgericht Berlin zum Tode verurteilt und am 18. August 1942 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Joachim Franke
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Flugschrift „Der Ausweg” der Gruppe um Herbert Baum und Joachim Franke, Dezember 1941
Bundesarchiv R 3018/1642
Meldung über den Brandanschlag auf die Ausstellung „Das Sowjetparadies”, 19. Mai 1942
Bundesarchiv NS 19/1771
Schlussbericht der Stapoleitstelle Berlin über die Gruppe um Herbert Baum und den Brandanschlag auf die Ausstellung „Das Sowjetparadies”, 27. August 1942
Bundesarchiv R 3018/1642
Sterbeurkunde von Joachim Franke vom 18. August 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

























