Josef Frenzel

5. Juli 1894, Glatz (Kłodzko) – 24. Mai 1943
Josef Frenzel

Erkennungsdienstliches Foto von Josef Frenzel

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 9044

Josef Frenzel ist nach dem Besuch der Volks­schule als ungelernter Arbeiter im Baugewerbe tätig und nimmt ab 1914 am Ersten Weltkrieg teil. 1916 desertiert er und wird zu einer Zucht­hausstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Nach seiner Haftent­lassung ist er wieder im Baugewerbe tätig.
Josef Frenzel wird ab 1928 wiederholt wegen Eigentums­delikten zu Haftstrafen verurteilt. Seit 1941 ist er in verschiedenen Berliner Speditionsfirmen unter anderem als Lager­verwalter tätig. Er wird am 21. Januar 1943 unter dem Vorwurf festge­nommen, auf seiner ehemaligen Arbeitsstelle Wäsche, Möbel und Gemälde gestohlen und diese teilweise weiter­verkauft zu haben.
Josef Frenzel wird am 5. April 1943 vom Sonder­gericht III beim Land­gericht Berlin wegen Diebstahls und Urkunden­fälschung als „gefährlicher Gewohnheits­verbrecher, Volksschädling und Kriegs­wirtschaftsver­brecher" zum Tode verurteilt.
Er wird am 24. Mai 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Josef Frenzel von früherer Haft 1933/34

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Josef Frenzel vom 25. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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