Otto Frömpter

10. Juni 1900, Prag – 8. September 1943
Otto Frömpter

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Otto Frömpter, 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-341-9

Otto Frömpter wird am 10. Juni 1900 als Sohn eines Privatangestellten in Prag geboren. Nach der Realschule leistet er seinen Militärdienst in der Tsche­choslowaki­schen Armee und ist anschließend in verschiedenen Firmen als Büroangestellter tätig. 1934 wird er haupt­amtlicher Sekre­tär eines Sokol-Verbands in Prag. Dem patriotisch gepräg­ten Turnerbund gehört er seit Kindes­tagen an.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und dem 1941 erfolgten Verbot des Sokol erklärt er sich gegenüber dem vormaligen Funktionär Ladislav Chvátal bereit, seine Wohnung für Zusammen­künfte zur Verfügung zu stellen. In den von Januar bis August 1942 stattfindenden Treffen geht es um den Auf­bau der Sokol-Selbsthilfe, mittels der bedürf­tige Familien von festgenommenen und ermordeten Funktionären unterstützt werden.
Nach seiner Festnahme am 10. November 1942 verurteilt der „Volks­gerichtshof” Otto Frömpter zusammen mit vier weiteren Angeklagten am 11. August 1943 zum Tode. Alle fünf Männer werden am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Otto Frömpter

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volks­gerichtshofs” gegen František Hánek und andere vom 11. August 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-341-6

Gnadengesuch von Otto Frömpter vom 17. August 1943 mit Übersetzung

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-341-9

Telegramm an den „Staatsminister für Böhmen und Mähren” mit Bescheid über die Hinrichtung von Otto Frömpter und anderen, 15. September 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-341-6

Sterbeurkunde für Otto Frömpter vom 15. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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