Otto Fuhr

9. Januar 1902, Berlin – 21. April 1943
Otto Fuhr

Gestapofoto von Otto Fuhr

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1124

Der 1902 in Berlin geborene Otto Fuhr arbeitet zusammen mit seiner Frau Elsbeth als Haus­meister in Berlin-Wilmers­dorf, da er seinen ursprünglichen Beruf, Schmied, nicht mehr ausüben kann.
1942 erhält er den Auftrag, in seinem Wohn­block den Verkauf von Möbeln von Nachbarn jüdischer Herkunft zu organi­sieren, die deportiert worden waren. Bei einer Verstei­gerung lernt er Heinrich Girr und Frieda Zander kennen. Von ihm kauft er Lebens­mittel, ohne zu wissen, dass es sich um Diebes­gut handelt, und mit ihr verübt er einen Einbruch bei ihrem früheren Verlobten, um ihr Ausweis­papiere und Kleidung wieder­zubeschaffen.
Otto Fuhr wird am 10. Dezember 1942 festge­nommen. Das Sonder­gericht VII bei dem Land­gericht Berlin verurteilt ihn am 20. Februar 1943 aufgrund von Vorstrafen vor 1932 wegen „Rückfall­dieb­stahls” und „Verbrechens gegen die Volks­schäd­lings­verordnung” zum Tode.
Sein Gnaden­gesuch wird abge­lehnt und Otto Fuhr am 21. April 1943 in Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Otto Fuhr

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Otto Fuhr vom 22. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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