Maxim Gaeremynck

1. Juli 1921, Lille – 12. November 1943
Maxim Gaeremynck arbeitet in der Geflügel­zucht seines Vaters. Am 22. August 1942 kommt der 21-Jährige als franzö­sischer „Zivil­arbeiter“ nach Deutsch­land und wird in Berlin bei der Admos, Allge­meine Deutsche Metall­werke Ober­schöne­weide GmbH eingesetzt und als Dreher ange­lernt. Mitte September bleibt er „unent­schuldigt“ der Arbeit fern und kehrt nach einer Krank­schreibung Anfang Oktober 1942 nicht zur Arbeit zurück.
Im Oktober 1942 beteiligt sich Maxim Gaeremynck an drei Einbruch­diebstählen in Trink­hallen. Dafür verurteilt ihn das Sonder­gericht IV bei dem Land­gericht Berlin am 25. Februar 1943 zu einer fünf­jährigen Zucht­haus­strafe. Infolge einer Nichtig­keitsbe­schwerde des Ober­reichs­anwalts hebt das Reichs­gericht das Urteil am 10. Juni 1943 auf und der Fall wird neu verhan­delt. Am 21. Oktober 1943 verurteilt das Sonder­gericht IV bei dem Land­gericht Berlin Maxim Gaeremynck auf der Grund­lage der „Volks­schäd­lings­verordnung“ zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnaden­gesuchs wird Maxim Gaeremynck am 12. November 1943 im Strafge­fängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Maxim Gaeremynck

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Nichtigkeitsbeschwerde des Oberreichsanwalts beim Reichsgericht gegen das Urteil des Sondergerichts Berlin gegen Andreas Piequeur, Raoul Moinet und Maxim Gaeremynck, 25. Mai 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3503

Erste Seite des Urteils des Sondergerichts IV bei dem Landgericht Berlin gegen Andreas Picqueur und Maxim Gaeremynck, 21. Oktober 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3503

Sterbeurkunde von Maxim Gaeremynck vom 13. November 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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