Günther Galgan

22. Januar 1912, Heydebreck/Cosel (Kędzierzyn) – 15. Februar 1937
Der Sohn eines Loko­motiv­führers erlernt den Beruf des Elektro­technikers. Mit 15 Jahren tritt er in die Bismarck­jugend der Deutsch­nationalen Volks­partei (DNVP) ein, später wird er Mit­glied der NSDAP und SA-Trupp­führer in Oppeln (Opole).
1933 wird Günther Galgan arbeits­los und nimmt schließlich eine Stelle als Radio- und Elektro­monteur in einer Radio­firma in Trautenau (Trutnov) in der Tschecho­slowakei an. Zuvor hatte er per Inserat in den Breslauer Neuesten Nach­richten nach Arbeit gesucht.
In Traute­nau wird er vom tsche­chischen Nach­richten­dienst ange­worben und liefert diesem in der Folge­zeit Informa­tionen über die SA und aus dem deutsch-tsche­chischem Grenz­gebiet, zudem baut er auf Anweisung seines Auftrag­gebers einen Kurz­wellen­sender.
Günther Galgan wird am 29. August 1934 festge­nommen und am 20. März 1935 vom „Volks­gerichtshof” wegen „Landes­verrats” zusammen mit Friedrich Richter zum Tode verur­teilt. Beide Männer werden am 15. Februar 1937 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Günther Galgan und weitere Personen vom 20. März 1936

Bundesarchiv R 3017/34485, Bd. II

Vorbereitung der Vollstreckung der Todesstrafe an Günther Galgan, Friedrich Richter und Johannes Eggert vom 12. Februar 1937

Bundesarchiv R 3018/10778

Sterbeurkunde von Günther Galgan vom 15. Februar 1937

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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