Willi Gall
Im April 1933 emigriert Willi Gall in die Tschecho­slowakei, nimmt an Schulungskursen teil und sichert als Kurier die Verbindung nach Zittau. 1938 wird er als Instrukteur der Abschnittsleitung Mitte der illegalen KPD einge­setzt, die unter anderem auch für Berlin und Brandenburg zuständig ist. 1939 geht er nach Kopen­hagen und fährt mehrfach illegal nach Berlin, wo er unter anderem Otto Nelte, den Leiter des Unterbezirks Berlin-Adlershof der illegalen KPD, trifft.
Willi Gall wird vom deutschen Überfall auf Polen im September 1939 in Berlin überrascht und übernimmt gemeinsam mit Nelte die Organi­sation der illegalen Arbeit im Unterbezirk Adlershof. Mit Gruppen aus den Stadtteilen Alt-Glienicke, Bohnsdorf und Adlershof bringt er eine Reihe von Flugblättern und im November 1939 eine Nummer der „Berliner Volkszeitung” heraus. Er hält Kontakt zu verschiedenen Betrieben, dem Deutschen Theater und den „Neuköllner Sportfreunden”.
Im Dezember 1939 werden Willi Gall und mehr als vierzig Mitglieder der KPD-Organisation in Adlershof festge­nommen. Er wird am 23. Januar 1941 gemeinsam mit Otto Nelte vom 2. Senat des „Volksge­richtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt.
Willi Gall wird am 25. Juli 1941 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Willi Gall
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Willi Gall und Otto Nelte, 23. Januar 1941
Bundesarchiv R 3018/1622
Ablehnung eines Gnadenerweises für Willi Gall durch den Reichsminister der Justiz, 16. Juli 1941
Bundesarchiv R 3018/1622
Protokoll der Vollstreckung der Todesstrafe gegen Willi Gall, 25. Juli 1941
Bundesarchiv R 3018/1622
Bekanntmachung der Vollstreckung der Todesurteile gegen Willi Gall und Otto Nelte, 25. Juli 1941
Bundesarchiv R 3018/1622



























































