Yvonne Gansemans
Von September bis Oktober 1943 soll sich Gansemans an Kellereinbrüchen und dem Diebstahl von Luftschutz­gepäck beteiligt haben. Deswegen verhandelt das Sondergericht I bei dem Landgericht Berlin am 28. März 1944 gegen Gansemans und neun weitere Angeklagte. Das Sondergericht I verurteilt sie und sechs andere Personen auf der Grundlage der "Volksschädlings­verordnung" zum Tode.
Nach der Ablehnung ihres Gnadengesuchs wird Yvonne Gansemans am 9. Mai 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Hierdurch bitte ich, mir meine Todes-
strafe in eine andere Strafe umzuwan-
deln. Ich habe in meinem Leben noch
niemals gestohlen und habe auch jetzt
nur einen Mantel genommen, weil
ich keinen Mantel hatte. Ich arbeite
seit 3 Jahren in Deutschland; meine
Arbeitgeber sind immer mit mir zu-
frieden gewesen. Ich möchte gerne noch
einmal zu meiner alten Großmutter
zurückkehren, die mich erzogen hat
und sich sehr um mich sorgt.
Gansemans Yvonne
Gnadengesuch von Yvonne Gansemans, 1. April 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 1115
Sterbeurkunde von Yvonne Gansemans vom 11. Mai 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung



