Charles Ganty
Ganty wird Ende 1940 als belgischer „Zivilarbeiter” nach Deutschland dienstverpflichtet und arbeitet ab Januar 1941 in der Zeche Nordstern in Gelsenkirchen-Horst. Im dortigen Lager für ausländische „Zivilarbeiter” agitiert Ganty gegen die Nationalsozialisten und fordert zur Sabotage auf. Außerdem lehnt er den Eintritt in die flämische beziehungsweise wallonische Garde ab. Im März 1942 verlässt er illegal das Lager und reist in seine belgische Heimat. Nach seiner Rückkehr wird er in ein „Arbeits­erziehungs­lager” in Mülheim/Ruhr gebracht und erst entlassen, als er sich zu „politischem Wohlverhalten” verpflichtet.
Charles Ganty wird wegen kritischer Äußerungen am 31. August 1942 erneut festgenommen, am 21. Mai 1943 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Charles Ganty
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Charles Ganty, 21. Mai 1943
Bundesarchiv R 3017/37794
Sterbeurkunde von Charles Ganty vom 9. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Mitteilung über die Hinrichtung von Charles Ganty vom 15. September 1943
Bundesarchiv R 3017/18483
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019






















