Charles Ganty

17. April 1920, Jumet – 7. September 1943
Charles Ganty

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Charles Ganty, 1943

Bundesarchiv R 3017/37795

Charles Ganty wird am 17. April 1920 in Jumet bei Charleroi in Belgien geboren. Er arbeitet zunächst in einer Fabrik, später als Bergmann. 1939 wird er zum Wehrdienst in der belgischen Armee eingezogen, aber nicht an der Front eingesetzt.
Ganty wird Ende 1940 als belgischer „Zivilarbeiter” nach Deutschland dienstverpflichtet und arbeitet ab Januar 1941 in der Zeche Nordstern in Gelsenkirchen-Horst. Im dortigen Lager für ausländische „Zivilarbeiter” agitiert Ganty gegen die Nationalsozialisten und fordert zur Sabotage auf. Außerdem lehnt er den Eintritt in die flämische beziehungsweise wallonische Garde ab. Im März 1942 verlässt er illegal das Lager und reist in seine belgische Heimat. Nach seiner Rückkehr wird er in ein „Arbeits­erziehungs­lager” in Mülheim/Ruhr gebracht und erst entlassen, als er sich zu „politischem Wohlverhalten” verpflichtet.
Charles Ganty wird wegen kritischer Äußerungen am 31. August 1942 erneut festgenommen, am 21. Mai 1943 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Charles Ganty

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Charles Ganty, 21. Mai 1943

Bundesarchiv R 3017/37794

Sterbeurkunde von Charles Ganty vom 9. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Mitteilung über die Hinrichtung von Charles Ganty vom 15. September 1943

Bundesarchiv R 3017/18483

Bericht über die vom 7. bis 10. Septem­ber 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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