Kurt Garbarini
Kurt Garbarini, der sowohl Kontakte zur SPD als auch zur KPD hat, kämpft ab Januar 1937 in Spanien als Angehöriger der Internationalen Brigaden auf Seiten der Volksfrontrepublik. Er wird bereits im Februar 1937 verwundet und kann nach dem Lazarettaufenhalt nur noch hinter der Front arbeiten. Garbarini gehört dem Einheitskomitee deutscher Sozialdemokraten und Kommunisten an, das in Albacete gebildet wird.
Nach dem Ende des Bürgerkrieges wird er in Frankreich im Lager St. Cyprien interniert. Garbarini kann Anfang 1939 nach Belgien entkommen und findet Arbeit in Antwerpen, wo er Hermann Geisen kennenlernt. Im Mai 1940 flieht er vor den einrückenden deutschen Truppen, kehrt aber bald wieder zurück und hält sich in Willebroek auf.
Kurt Garbarini, Hermann Geisen, Max Stoye und andere deutsche Emigranten organisieren gemeinsam mit belgischen Widerstandskämpfern die Aufklärungsarbeit innerhalb der deutschen Wehrmacht. Garbarini unterstützt Sabotageaktionen und fertigt für belgische Partisanen Brandsätze und Zeitzünder an.
Kurt Garbarini wird am 12. Januar 1943 vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs” zum Tode verurteilt und am 21. April 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Kurt Garbarini
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Kurt Garbarini und andere, 19. November 1942
Bundesarchiv R 3017/25975
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Kurt Garbarini und andere, 12. Januar 1943
Bundesarchiv R 3017/29575
Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Kurt Garbarini, 21. April 1943
Bundesarchiv R 3017/29579
Sterbeurkunde von Kurt Garbarini vom 22. April 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
































