Kurt Garbarini

13. Januar 1913, Hamburg – 21. April 1943
Kurt Garbarini

Erkennungsdienstliches Foto von Kurt Garbarini

Bundesarchiv R 3017/29576

Der Maschinen­bauer Kurt Garbarini schließt sich 1930 der Sozialis­tischen Arbeiter-Jugend (SAJ) an und tritt 1932 dem Reichs­banner Schwarz-Rot-Gold bei. Im Mai 1933 verlässt er Deutschland und hält sich zunächst in der Tschecho­slowakei, später in Österreich und der Schweiz auf. Der drohenden Auswei­sung nach Deutsch­land entgeht er durch die Flucht ins Saarland von wo er nach Paris und schließlich nach Belgien geht.
Kurt Garbarini, der sowohl Kontakte zur SPD als auch zur KPD hat, kämpft ab Januar 1937 in Spanien als Ange­höriger der Inter­nationalen Brigaden auf Seiten der Volks­front­republik. Er wird bereits im Februar 1937 verwundet und kann nach dem Lazarett­aufenhalt nur noch hinter der Front arbeiten. Garbarini gehört dem Einheits­komitee deutscher Sozial­demokraten und Kommunisten an, das in Albacete gebildet wird.
Nach dem Ende des Bürger­krieges wird er in Frankreich im Lager St. Cyprien interniert. Garbarini kann Anfang 1939 nach Belgien entkommen und findet Arbeit in Antwer­pen, wo er Hermann Geisen kennenlernt. Im Mai 1940 flieht er vor den einrückenden deutschen Truppen, kehrt aber bald wieder zurück und hält sich in Wille­broek auf.
Kurt Garbarini, Hermann Geisen, Max Stoye und andere deutsche Emigranten organisieren gemeinsam mit belgischen Wider­stands­kämpfern die Aufklärungs­arbeit innerhalb der deutschen Wehrmacht. Garbarini unterstützt Sabotage­aktionen und fertigt für belgische Partisanen Brand­sätze und Zeitzünder an.
Kurt Garbarini wird am 12. Januar 1943 vom 2. Senat des „Volks­gerichtshofs” zum Tode verurteilt und am 21. April 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Kurt Garbarini

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Kurt Garbarini und andere, 19. November 1942

Bundesarchiv R 3017/25975

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Kurt Garbarini und andere, 12. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017/29575

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Kurt Garbarini, 21. April 1943

Bundesarchiv R 3017/29579

Sterbeurkunde von Kurt Garbarini vom 22. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück