Jaroslav Gardavský

24. September 1906, Holleschau (Holešov) – 19. August 1942
Jaroslav Gardavský

Porträt von Jaroslav Gardavský

Publikation Ministerstvo obrany (Hg.): Vojenské osobnosti československého odboje 1939 - 1945, Prag 2005

Jaroslav Gardavský kommt 1906 als Sohn eines Notars in Holleschau (Holešov) zur Welt. Nach seinem Abitur 1926 absolviert er die Militär­akademie in Mährisch Weiß­kirchen (Hranice na Moravě), die er 1928 als Leutnant der Artille­rie verlässt. Ab 1935 besucht er für drei Jahre die Kriegs­hoch­schule in Prag und rückt während dieser Zeit zum Kapitän auf. Als solcher wird er 1938 dem III. Armeekorps in Brünn (Brno) zugeteilt. Seit 1934 ist er mit seiner Frau Milada verheiratet.
Nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich im März 1939 der nationalen Widerstands­bewegung an und tritt der im Entstehen begriffenen Militär­organisation Obrana Národa (ON – Ver­teidigung der Nation) bei, die den bewaffneten Auf­stand plant. Jaroslav Gardavský ist führend beteiligt am Auf­bau des Netzwerks in Mähren, versteckt Waffen und Sprengstoff und stellt die Funk­verbin­dung zum Zentral­kommando in Prag sicher.
Er wird am 30. November 1939 von der Gestapo fest­genommen. Am 27. Novem­ber 1941 verurteilt ihn der „Volks­gerichts­hof” zusammen mit Bohuslav Všetička, Ladislav Kotík und Čestmír Jelínek wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat und Feindbe­günstigung” zum Tode. Jaroslav Gardavský wird am 19. August 1942 in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Stragefängnisses Plötzensee von Jaroslav Gardavský

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Bohuslav Všeticka, Ladislav Kotík, Čestmír Jelínek und Jaroslav Gardavský vom 27. November 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-237-6

Sterbeurkunde von Jaroslav Gardavský vom 19. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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