Robert Garnier

5. April 1915, Tinchebray – 1. Februar 1943
Robert Garnier

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Robert Garnier, März 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 3397/1

Der gelernte Mechaniker Robert Garnier absolviert eine Ausbil­dung zum Piloten und arbeitet in diesem Beruf für ein Unter­nehmen in Frankreich. Ab 1936 dient Garnier zwei Jahre als Infan­terist im franzö­sischen Heer. Er ist verhei­ratet und Vater dreier Kinder.
Im Frühjahr 1939 wird er wegen eines Auto­dieb­stahls zu zwei Jahren Haft verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe geht Garnier im September 1941 als „Zivil­arbeiter“ nach Deutschland. In Berlin wird er bis März 1942 bei Siemens & Halske als Schlosser beschäf­tigt.
Von Mitte August bis Anfang September 1942 beteiligt sich Garnier an drei Dieb­stählen von Postgut auf dem Lehrter Bahnhof. Das Sonder­gericht V bei dem Land­gericht Berlin verurteilt ihn auf der Grund­lage der „Volks­schädlings­verordnung“ am 12. November 1942 zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnaden­gesuchs wird Robert Garnier am 1. Februar 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Robert Garnier

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Ablehnung der Gnadengesuche von Robert Garnier und Albert Ortwein durch den Reichsminister der Justiz, 19. Januar 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 3397/1

Sterbeurkunde von Robert Garnier vom 2. Februar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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