Heinrich Gau

24. Mai 1876, Neubrandenburg – 9. Oktober 1941
Heinrich Gau

Heinrich Gau, um 1923

Privatbesitz

Heinrich Gau lernt bei seinem Vater das Fleischer­handwerk und arbeitet als Schlachtergehilfe, Aufkäufer für Viehhändler und später als selbstständiger Viehhändler. 1911 lässt er sich in Friedland in Mecklenburg nieder. Nach dem Ersten Weltkrieg baut er einen Viehgroß­handel auf, der in der Weltwirtschaftskrise bankrott geht.
Heinrich Gau zieht nach Berlin, lebt von Gelegenheitsarbeiten und bezieht Wohlfahrtsunterstützung. Gemeinsam mit zwei Bekannten kauft er Schweine, die sie illegal schlachten und deren Fleisch sie weiterverkaufen. Sie werden denunziert und festgenommen.
Der wegen Eigentumsdelikten und „Schleichhandel” vorbestrafte Heinrich Gau wird am 4. August 1941 vom Sonder­gericht I beim Landgericht Berlin wegen „Verstoßes gegen die Kriegswirtschaftsverordnung” zum Tode verurteilt. Er wird am 9. Oktober 1941 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Heinrich Gau

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Ablehnung des Gnadengesuchs von Heinrich Gau, 26. September 1941

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 7260

Sterbeurkunde von Heinrich Gau vom 9. Oktober 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Mitteilung über die Vollstreckung des Todesurteils gegen Heinrich Gau, 10. Oktober 1941

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 7260

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