Erwin Gehrts
Als Chefredakteur einer Oberhausener Zeitung schließt er sich dem „Tat-Kreis” an und geht 1932 zur „Täglichen Rundschau” nach Berlin.
1935 tritt Gehrts, der aus politischen Gründen nicht mehr journalistisch arbeiten kann, in das Reichsluftfahrtministerium ein. Er wird als Hauptmann reaktiviert, arbeitet zunächst als Adjutant der Inspektion der Aufklärung und des Luftbildwesens, avanciert bis zum Oberst der Luftwaffe und wird Gruppenleiter im Reichsluftfahrtministerium. Gehrts hat Mitte der 1930er Jahre Kontakt zu Ernst Niekisch und steht der Bekennenden Kirche nahe. Mit dem Angriff auf die Sowjetunion im Juni 1941 verstärkt sich seine kritische Distanz zum NS-Regime. Im Meinungsaustausch mit Harro Schulze-Boysen, den er bereits 1928 kennenlernt und der ihm Material für Aufsätze und Rundfunkvorträge zur Verfügung stellt, entwickelt sich ein enges Vertrauensverhältnis.
Am 10. Oktober 1942 wird Erwin Gehrts festgenommen und am 10. Januar 1943 in einem Sonderverfahren vor dem Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und am 10. Februar 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Erwin Gehrts
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Sterbeurkunde von Erwin Gehrts vom 11. Februar 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





