Mieczyslaw Gembarski

26. Januar 1896, Zawiercie – 12. Mai 1942
Mieczyslaw Gembarski

Erkennungsdienstliche Aufnahme der Gestapo von Mieczyslaw Gembarski

Bundesarchiv R 3017/15243

Mieczyslaw Gembarski wird 1896 in Zawiercie als Sohn eines Beamten geboren. Nach dem Besuch der Volks- und Handelsschule beginnt er eine Lehre als Tuch­drucker, die er aber wegen des Ersten Welt­krieges nicht beenden kann. Er wird von der österreichischen Regierung, deren Truppen das Gebiet von Zawiercie besetzen, zeitweise als Volksschullehrer verpflichtet. Als Angehöriger der polni­schen Armee nimmt Gembarski 1919 am Polnisch-Sowjetischen Krieg teil.
Von 1920 bis 1930 ist er als Tuchdrucker in der Spinnerei in Zawiercie beschäftigt. Zwischenzeitlich Schreiber im Finanzamt von Tschenstochau, arbeitet er ab 1938 wieder als Tuchdrucker. Nach dem deut­schen Überfall auf Polen wird er nicht mehr zur polnischen Armee eingezogen, sondern über­nimmt die vakante Stelle des städtischen Magazinverwalters für Straßenbauten in Zawiercie.
Mieczyslaw Gembarski schließt sich nach der Besetzung Polens durch die Wehrmacht der nationalen Wider­standsbewegung an und beschafft Sprengstoff für den bewaffneten Kampf gegen das NS-Besatzungs­regime.
Er wird am 19. Juni 1940 festgenommen, am 9. Januar 1942 vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorberei­tung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 12. Mai 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Mieczyslaw Gembarski

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Mieczyslaw Gembarski und andere vom 19. September 1941

Bundesarchiv R 3017/15243

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Mieczyslaw Gembarski und andere vom 9. Januar 1942

Bundesarchiv R 3017/15243

Gnadengesuch des Vaters und der Ehefrau von Mieczyslaw Gembarski vom 3. Februar 1942

Bundesarchiv R 3017/15243

Sterbeurkunde von Mieczyslaw Gembarski vom 12. Mai 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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