Bruno Gentz

3. Juni 1902, Berlin – 20. Januar 1943
Bruno Gentz

Bruno Gentz

Landesarchiv Berlin A 358-02 Sonderband

Bruno Gentz wird 1920 Mitglied der KPD. Er wirkt zunächst ehren­amtlich unter anderem als Kassierer und Zellen­leiter für seine Partei. Mitte 1928 tritt er in den Ordner­dienst („Partei­selbst­schutz”) ein und übernimmt die Absicherung von KPD-Versamm­lungen. Ab dem Frühjahr 1931 absolviert Bruno Gentz eine mehrjährige Ausbildung an der Nachrich­tenschule der Komintern in Puschkino bei Moskau. Ende 1933 reist er mit einem Schweizer Pass nach Deutschland zurück und betätigt sich in der Folge­zeit als Kurier für die Nach­richtenab­teilung der Komintern.
Gentz wird in Berlin steck­brieflich gesucht und reist deswegen zunächst nach Paris und später nach Prag. Hier arbeitet er als Funker und chiffriert bzw. dechif­friert Nach­richten der Komintern. Im Frühjahr 1939 erhält er den Auftrag, sich nach Kopen­hagen zu begeben und sich dort als Emigrant registrieren zu lassen.
Gentz wird im Juni 1940 von der dänischen Polizei verhaftet und kommt in das Inter­nierungs­lager Horserød, von wo er im Juni 1941 nach Deutschland überführt wird. Bruno Gentz wird am 23. Oktober 1942 vom 2. Senat des „Volks­gerichts­hofs” wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt und am 20. Januar 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Bruno Gentz

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Bruno Gentz, 14. August 1942

Bundesarchiv R 3017/31918

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Bruno Gentz, 23. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3017/31918

Sterbeurkunde von Bruno Gentz vom 21. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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